Ausstellung in Wien – 26.11.25 bis 25.05.26
Indah Arsyad – The Ultimate Breath
»The Ultimate Beath«, © 2023 Indah Arsyad
(InMaOn / JH / WMW) Seit dem 26. November 2025 präsentiert das Weltmuseum Wien mit »The Ultimate Breath« die erste Einzelausstellung der indonesischen Künstlerin Indah Arsyad in Österreich. Indah Arsyad gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen Medienkünstlerinnen Indonesiens.
»Arsyad führt uns vor Augen, wie eng kulturelles Wissen, ökologische Systeme und technologische Entwicklungen miteinander verbunden sind«, sagt Claudia Banz, Direktorin des Weltmuseums Wien. »Ihre Arbeiten transformieren wissenschaftliche Daten in kraftvolle Bilder – und machen uns zugleich bewusst, dass die Frage nach dem Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur heute drängender ist denn je.«

»The Ultimate Beath«, Ausstellungsansicht; Quelle: ©KHM-Museumsverband, Weltmuseum Wien, Foto: Daniel Sostaric
Kunst im Zeitalter der ökologischen Krise
In »The Ultimate Beath« wird das Atmen, das als Symbol für globale Themen wie Umweltverschmutzung und Klimawandel steht, zum zentralen Gegenstand der Ausstellung. Die Schau bringt Kunst, Wissenschaft, Technologie und Kultur zusammen und erforscht die Verbindungen zwischen Mythologie und Technologie.
Arsyads Werke entstehen aus einer intensiven Auseinandersetzung mit der globalen ökologischen Krise und dem gestörten Gleichgewicht zwischen Menschen und Natur. Ihre Arbeiten sind zugleich eine eindringliche Erinnerung daran, dass die Aufrechterhaltung dieser Balance für das kollektive Überleben unerlässlich ist.
Obwohl die von ihr erforschten Themen in der ökologischen Realität Indonesiens verwurzelt sind, gehen sie über geografische Grenzen hinaus und vermitteln eine universelle Botschaft, die für die heutige Welt von großer Bedeutung ist. (…).
Zwischen Mythologie und Klima
In ihren Werken haucht Arsyad den Symbolen der alten javanischen Mythologie und Kultur – Wayang, Gamelan und traditionellen Liedern – neues Leben ein. Grundlegend dafür sind wissenschaftliche Daten, die sie mit modernsten Technologien zusammenstellt. Das Ergebnis sind Kompositionen aus Licht, Klang und Bewegung, die das Wissen um lokale Traditionen aufnehmen und verstärken. Ein Wissen, das für Arsyad die treibende Kraft hinter Harmonie und ökologischer Nachhaltigkeit darstellt.
Besondere Bedeutung im Werk der Künstlerin findet das mythologische Gunungan-Symbol (Lebensbaum), das für Gleichgewicht in der Natur steht. Symbole – wie die Gottheit Batara Kala, die Wellen des Ozeans und der Kalpataru-Baum – spiegeln die Verbundenheit allen Lebens wider und weisen Parallelen zur Fotosynthese auf, die die Sonne, Pflanzen und Phytoplankton als Sauerstoffquellen auf der Erde miteinander verbindet.
Begleitet durch Klänge des javanischen Klanginstruments bonang sowie durch Dialoge und Gesänge werden javanische mythologische Symbole als Animationen projiziert, die auf Echtzeitdaten zur Flussverschmutzung in Indonesien basieren.
So entsteht ein audiovisuelles Ökosystem, das auf die jeweilige Umweltbelastung reagiert – ein Bild für ein Universum, das aus der Balance gerät, wenn die Natur gestört wird (…).

»The Ultimate Beath«, Ausstellungsansicht; Quelle: ©KHM-Museumsverband, Weltmuseum Wien, Foto: Daniel Sostaric
Über | Indah Arsyad
Indah Arsyad, geboren im indonesischen Ambon, ist ausgebildete Landschaftsarchitektin und Umwelttechnologin. Sie beschäftigt sich mit Themen wie Klimawandel, ökologische Zerstörung und Pandemien.
Arsyad verfolgt einen stillen, aber kraftvollen Weg, der das Publikum daran erinnert: Jeder Atemzug, den wir nehmen, ist ein Dialog mit dem Planeten selbst.
Ihre Werke wurden unter anderem in Korea, Indien, Argentinien und auf der London Art Biennale 2021 ausgestellt.
Die langjährige Forschung der Künstlerin für die Installation The Ultimate Breath wird von BRIN (Nationale Forschungs- und Innovationsagentur) und dem Nationalen Zentrum für Ozeanografie in Indonesien unterstützt.
Ausstellungsdauer | »Indah Arsyad – The Ultimate Breath« | 26. November 2025 bis 25. Mai 2026
Öffnungszeiten: Täglich (außer Montag) 10 bis 18 Uhr | Dienstag 10 bis 21 Uhr
Ausstellungsort: Weltmuseum Wien, Neue Hofburg, Heldenplatz, 1010 Wien
Hinweis: Die Ausstellung ist im zam, dem offenen, kostenfrei zugänglichen Bereich des Museums, zu sehen. Als vierte Ausgabe der Reihe WMW Contemporary setzt sie das Anliegen fort, marginalisierte Perspektiven sichtbar zu machen und historische Sammlungen durch zeitgenössische Kunst neu zu befragen.
Weitere Informationen zur Ausstellung können auch unter weltmuseum-wien abgerufen werden.



