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Online-Gruppenausstellung

»Breaking the silence - die Stille durchbrechen«

 

Banner; Quelle: Galerie Musnadi-Weskamp

 

Verlängerung der Onliine-Ausstellung bis 31.01.2021!

 

(InMaOn / JH) Aktuell ist der zweite Teil des »Lockdowm-light« angelaufen und wie es derzeit aussieht wird ein öffentliches kulturelles Leben mindestens noch bis Januar 2021 warten müssen. Bis dahin werden Kinos, Theater- und Konzerthäuser, Museen und Galerien, ebenso wie Festivals und Festspiele, andere Lösungen und Formate des »Schauens und Kommunizierens« finden müssen, um die »kontaktlose« Zeit zu überbrücken. Durch diese erneuten Restriktionen und den damit verbundenen fehlenden Einnahmen, kämpfen viele Künstler und Kulturschaffende aktuell auch um ihr Überleben und fürchten um ihre Existenz.

 

Die Online-Gruppenausstellung »Breaking the silence - die Stille durchbrechen« taucht, wie einige Veranstaltungen dieser Tage, in den virtuellen Raum ein.

 

»Breaking the Silence - die Stille durchbrechen« präsentiert Arbeiten aus den Bereichen Malerei, digitaler Fotografie, Siebdruck und Holzschnitt. Es erwarten Sie 118 Positionen von 8 Künstlerinnen und Künstler, aus Indonesien, Polen und Deutschland. Die Werkschau ist vom  04. Dezember 2020 bis voraussichtlich zum 02. Januar 2021 online über die Homepage der Galerie Musnadi-Weskamp zu betrachten.  

 

Die Ausstellung gibt den Künstlern in einer kulturarmen Zeit, in der Vernissagen wegen Corona nicht möglich sind, eine Plattform, auf der sie sich und ihre Arbeiten vorstellen können und gesehen werden. Für Ira Musnadi-Weskamp, ist die Ausrichtung dieser Ausstellung ein besonderes Anliegen: »Mit dieser Aktion möchte ich als Kuratorin und Galeristin nicht zuletzt auch meinen Respekt für die bildenden Künstler aussprechen und Ihnen die Aufmerksamkeit zukommen lassen, die sie in meinen Augen in der aktuellen Zeit nicht in gebührendem Maße bekommen.«

 

Musnadi-Weskamp weiter, »ich finde es spannend, mit Künstlern aus unterschiedlichen Kulturen wie Indonesien, Polen und Deutschland zu arbeiten und Besucher bzw. Zuschauer einzuladen, die Kunstwerke aus den Bereichen Malerei, digitaler Fotografie, Siebdruck- und Holzschnitt zu entdecken und vielleicht sogar mit nach Hause zu nehmen.«

 

Compiation der 8 Künstler*innen; Bildquelle: Galerie Musnadi-Weskamp



Hintergründe | zu den Kreativen der Online-Ausstellung

 

Faisal Habibi, in Jakarta geboren, studierte an der renommierten ITB in Bandung Bildende Kunst, mit dem Schwerpunkt Bildhauerei. Seine internationale Bekanntheit erreichte er mit seinen mehrfach ausgezeichneten Skulpturen, die aus entfremdeten Alltagsgegenständen entstehen und auch regelmäßig auf der Art Basel-Hongkong zu sehen sind. In dieser Ausstellung zeigt er kleine Zeichnungen mit Marker auf Papier, zu denen er während eines mehrmonatigen Aufenthalts in Indien inspiriert wurde. Ihn faszinierten dort sowohl die, nach seiner Wahrnehmung, nicht klar erkennbaren Grenzen zwischen Objekt und Raum, als auch die zwischen separaten Räumen.

 

Die Inspiration für seine Arbeiten aus der »Ten by ten«- Serie, erhielt der indonesische Maler und Bildhauer Teguh Ostenrik, der an der UdK in Berlin Kunst studierte und insgesamt 16 Jahre in Europa verbrachte, während eines Besuchs einer Gruppenausstellung junger Künstler in Jakarta. Basierend auf einer Reihe 10 x 10cm Skizzen, die er als junger Mann in den 80er Jahren in New York anfertigte, entstanden 2009 280 neue Werke, die jedes für sich kostbare Erinnerungen an bestimmte Momente im Leben des inzwischen international erfolgreichen Künstlers darstellen. Jede einzelne Arbeit, die aus drei, vier oder mehr Einzelobjekten besteht, ist als eigenständige Aussage konzipiert. Seit einigen Jahren widmet sich Ostenrik seinem von ihm gegründeten Kunstobjekt »Artificial Reef Par«, dessen Ziel es ist, die Natur durch Kunst wiederherzustellen.

 

Eine Auswahl aktueller Arbeiten des in Köln lebenden Künstlers und Modedesigners Robert Niesse, zeigen sein feines Gespür und seine ausgeprägte Leidenschaft für Farbe und Farbkomposition, die intuitiv und aus einem momentanen Impuls heraus, mit einem pastosen Farbauftrag entstehen. Mittels der Technik des schichtweise Auf- und Abtragens und sowohl feinen, als auch kräftigen Farbverläufen, schafft Niesse eine tiefe Vielschichtigkeit in seinen Gemälden.

 

Die ebenfalls in Köln lebende, in der Nähe von Krakau geborene Fotokünstlerin Agnieszka Maria Zieba, hat sich in den letzten Jahren vor allem mit phantasievollen Kollagen aus Natur- und Tierportraits in Kombination mit floralen Elementen international einen Namen gemacht. In den hier ausgestellten Arbeiten entwickelt sie aus ihrem unerschöpflichen Blumenrepertoire außergewöhnliche Fotocollagen, die Assoziationen an barocke Stillleben, die Verspieltheit des Rokokko und Pop Art Flowers wecken.

 

Die Werke des auf Bali lebenden und mehrfach ausgezeichneten Maler und Bildhauer Antonius Kho, sind eine Synthese aus Ost und West. Kho wurde an der ITB in Bandung und an der Fachhochschule für Kunst und Design in Köln ausgebildet. Kho's Arbeiten sind geprägt von den buddhistischen und christlichen Bräuchen, mit denen er in seinem Elternhaus aufwuchs und den Einflüssen seiner javanischen Heimat. Die aus verschiedenen Materialien und meist mit Erdtönen auf Leinwand entstandenen Arbeiten, stammen von Frauen, Männern, Kinder und Tänzer aus Sri Lanka, Thailand und Indonesien, denen der Künstler in den letzten Jahren auf seinen zahlreichen Reisen begegnet ist. Die mosaikartig dargestellten Figuren setzen sich aus ausdrucksstarken Gesichtern und Körpern, bestehend aus Figuren, Tieren und Fabelwesen und die für Kho's Werke typische Präsenz der Augen und Masken zusammen.

 

Die in Bergisch Gladbach lebende Malerin Claudia Betzin hat an der GHS-Universität in Essen Kunst studiert und ist hier mit einer Auswahl von Druckgrafiken vertreten. Seit einigen Jahren widmet sich Claudia Betzin dem Siebdruck und dem Holzschnitt an Stelle ihrer Acrylmalerei auf Leinwand. Sparsam gesetzte Linien und Linienfelder, die sich tief in die Farbhaut graben, so dass die darunter liegenden Farbschichten hervorbrechen, kehren in ihren Holzschnitt-Arbeiten in unterschiedlichen Variationen wieder. In ihren in der Ausstellung gezeigten Siebdrucken wird die Farbe als Lichtwert behandelt. Die Basis bilden eigene Fotos der Musikerin Claudia Betzin von Blasinstrumenten, die durch unterschiedliche Raster von sehr grob bis sehr fein, starke Vergrößerungen und extreme Ausschnitte verfremdet und abstrahiert werden. 

 

Wie der Kölner Künstler Robert Niesse, hat auch Susanne Lewest ihren künstlerischen Weg zunächst als Mode-Designerin begonnen. Sie lebte viele Jahre in Frankreich und in Singapur, wo sie dann auch entschied, sich zukünftig ausschließlich der Malerei zu widmen. Durch ihre lebendige Farbauswahl und der Punkttechnik wirken ihre Werke sehr lebendig und wecken mitunter Assoziationen zur Batikmalerei. 

 

Am Bodensee aufgewachsen ist Magdalena Abele, die in Karlsruhe an der renommierten Hochschule für Gestaltung, Medienkunst/Fotografie studierte. Bei den Fotokunstwerken aus der 2019 entstandenen Serie »BUG«, steht der Gedanke des Archivierens im Vordergrund. Winzige Details im urbanen und natürlichen Raum werden wie unter einem Vergrößerungsglas festgehalten. Magdalena Abele gelingt es in ihren poetisch anmutenden Werken durch ihre besondere Darstellung, dem Spiel mit Farbe und Licht,  flüchtigen Momenten, die man in der Regel nicht registrieren würde, kostbare Bedeutung zu verleihen und zu konservieren.

 


 

Datum und Zeit

 

Alle Werke finden Sie ab dem 04. Dezember 2020 auf den Künstlerseiten der Homepage der Galerie Musnadi-Weskamp. Der Online-Zugang zu den Werken wird ab 18 Uhr (CET / UTC+1) freigeschaltet!

Die ursprünglich bis zum 02. Januar 2021 geplante Ausstellung wurde bis zum 31. Januar 2021 verlängeert!

 

 

Sonstige Termine und weitere Fragen

 

Es besteht zudem die Möglichkeit, sich einige Werke nach Termin-Vereinbarung am 11.12., 15 bis 19 Uhr sowie am 12. und 13.12., 12 bis 19 Uhr, in den Atelierräumen von Claudia Betzin im Kunsthaus Rhenania,  Bayenstr. 28, 50678 Köln, anzuschauen.  

 

Eine Terminvergabe erfolgt nur nach telefonischer Absprache, unter Einhaltung der geltenden Hygienemassnahmen!

 

Bei Interesse und sonstigen Fragen nehmen Sie bitte  Kontakt auf mit Ira Musnadi-Weslamp: unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder mobil unter 0151-14955506.

 

 

 

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