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Die Deutsch-Indonesiche Gesellschaft in Köln feiert

70 Jahre Deutsch-Indonesische Gesellschaft – 70 Jahre Völkerfreundschaft

 

Logo DIG; Quelle: Karl Mertes / DIG

 

(InMaOn /DIG) In Nordrhein-Westfalen sind die Spuren deutsch-indonesischer Verbundenheit vielfältig und tief verwurzelt. Köln nimmt da eine sehr präsente Stellung ein. Das spiegelt sich unter anderem durch die sieben Jahrzehnte zurückliegende Gründung der ersten Deutsch-Indonesischen Gesellschaft wider.

 

Am 15. Mai 1950 tat sich in Köln ein wagemutiger und neugieriger Kreis von Leuten zusammen, um die erste Deutsch-Indonesische Gesellschaft (DIG) ins Leben zu rufen. Zwischen den beiden Ländern gab es seinerzeit noch keine diplomatischen Beziehungen. Wissenschaftler wie der Bonner Botaniker Max Koernicke und die Kölner Ethnologen Friedrich Wilhelm Funke und Waldemar Stöhr suchten mit anderen Interessierten neue Wege internationaler Kontakte und gesellschaftlicher wie kultureller Beziehungen. Über deren berufliches Netzwerk schufen sie die Grundlagen, ein differenziertes Bild über Indonesien vermitteln zu wollen. Früh stieß Irene Hilgers-Hesse dazu, die an der Universität zu Köln die »Malaiologie« aufbaute und lange Jahre Geschäftsführerin der DIG gewesen ist.

 

Die DIG hatte anfänglich ihre Geschäftsstelle im Rautenstrauch-Joest-Museum, was bis heute zu einer konstanten Berücksichtigung beiderseitiger Interessen beiträgt. Zudem gab es eine ausgesprochen enge Verbindung mit der Kölner Universität: Ethnologen, Sprach-, Musik- und Gesellschaftswissenschaftler begründeten ein Zentrum der akademischen Beschäftigung mit Südostasien. Die DIG ergänzte diese Aktivitäten durch Vorträge, Tanz- und Musikprogramme sowie gesellige Abende. Die Wirtschaft im Nachkriegsdeutschland förderte anfangs die Initiativen der Kontaktaufnahme zu dem entfernt liegenden und zukunftsträchtigen Land des weltgrößten Archipels. So relevant wie seinerzeit Deutschland für indonesische Studierende war (viele kamen nach dem Bruch zwischen Indonesien und der früheren Kolonialmacht der Niederlande von Holland nach Deutschland, wo es außerdem ein kostenfreies Studien-angebot gab), so attraktiv ist das Land der 17.000 Inseln unterdessen für Touristen geworden.

 

Seit 30 Jahren gibt die DIG das Magazin kita [das indonesische Wort für »wir«] mit einem Schwerpunkt auf kulturelle Themen heraus. Regelmäßige Veranstaltungen mit Vorträgen, Diskussionen, Film- und Musikabenden, Stadtspaziergängen, Ausstellungen und Partner-programmen mit dem Rautenstrauch-Joest-Museum oder der Stiftung Asienhaus prägen die gegenwärtigen Aktivitäten zur zivilgesellschaftlichen, entwicklungspolitischen sowie kulturellen Beschäftigung mit Indonesien. Das Angebot von Indonesisch-Sprachkursen findet reges Interesse. Alljährlich findet im Herbst der Indonesientag in der Alten Feuerwache statt – ein Ort der Begegnung, des Erfahrungs- und Meinungsaustauschs.

 

Der interkulturelle Dialog, der Brückenschlag zwischen Ländern und Menschen, die Auseinandersetzung mit den Perspektiven der Einen Welt sind Leitgedanken der DIG. Alle Aktivitäten fördern die gelebte Begegnung und werben für gegenseitige Wertschätzung, Verständnis und Offenheit.

 

Vorbereitete Programme aus Anlass des Jubiläums sind derzeit nicht realisierbar. Es ist aber eine Reihe von Aktivitäten in Planung, die voraussichtlich ab Herbst 2020 nachgeholt werden können: So ist für den 4. September ein Festabend im Rautenstrauch-Joest-Museum vorgesehen und am 5. September der Indonesientag in der Alten Feuerwache sowie am 18. Oktober der Südostasientag im Rautenstrauch-Joest-Museum.

 

Über weitere Entwicklungen informiert Sie die DIG Köln auf der Webseite und auch in den sozialen Medien (Facebook).

 

 

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