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Eine Batak-Ausstellung in Niedersachsen 

»Die Verwandtschaft im Nacken – Ahnenkult und Klingenkunst der Batak auf Nord-Sumatra«

 

Batak-Hausmodelle vor historischem Foto; Quelle: IFICAH

 

(InMaOn / JH, IFICAH) Noch bis zum 14. Oktober 2018 können Interessierte die Ausstellung »Die Verwandtschaft im Nacken – Ahnenkult und Klingenkunst der Batak auf Nord-Sumatra«, im stiftungseigenen Museum von IFICAH (International Foundation of Indonesian Culture and Asian Heritage) in Hollenstedt, besuchen.

 

Piso Sanalenggam und weitere Zeremonialklingen; Quelle: IFICAH

 

Piso Sanalenggam, Ritualmesser eines Priesters; Quelle: IFICAH

   

Die Ausstellung zeigt bisher unpublizierte Objekte aus dem Kulturgebiet der Batak. Die Ausstellung zeigt schwerpunktmäßig Schmiede- und Gelbgussarbeiten. Sie wird zum erweiterten Verständnis durch andere Batak-Objekte (Medizinbehälter, Schutzfiguren und Priesterstäbe) ergänzt und erweitert.

 

Die Batak-Ethnien, die unter dieser Bezeichnung erstmalig in Europa durch Marco Polo in Bezugnahme auf ältere muslimische Quellen erwähnt werden, bewohnen die Hochlande Nordwest-Sumatras zwischen dem Padang-Gebiet und Aceh. Die Batak gehören zu den größten und am besten bekannten Ethnien bzw. ethnogenetischen Großgruppen Indonesiens.

 

Klingenobjekte gehören zu den wichtigsten mobilen Exponenten der materiellen Kultur der Batak. Sie sind bei allen wesentlichen gesellschaftlichen Anlässen zentraler und unverzichtbarer Bestandteil. So wie kostbare Tücher die weibliche Seite verkörpern, stehen die Klingen für die männliche Seite – so sehr, dass hochrangige Geschenke und Gaben bis heute pauschal als piso („Messer“) bezeichnet werden.

 

Die Form, die verwendeten Materialien und Techniken sowie funktionale Aspekte der piso lassen sich aus der über 2000jährigen Geschichte der Batak in einem Beziehungsgeflecht mit Indien, China und Festland-Südostasien erklären. Die Gestaltung der Montagen (Scheiden, Griffe etc.) verdeutlichen eindeutige Bezüge zu alt-austronesischem und melanesischem Ahnenkult. Diese Objekte verkörpern alle bei den Batak vertretenen Kulturebenen und materialisieren in ihrer Gesamtheit die Batak-Kultur auf expressive Weise.

 

Piso sind erhaltenswerte Kulturgüter. Sie zeigen die wesentlichen Aspekte der geistigen und materiellen Kultur der Batak in stringenter Zusammenschau.

IFICAH Museum

 Blick in den Ausstellungsraum; Quelle: IFICAH

 

 Ausstellungsplakat; Quelle: IFICAH

Ausstellungsdauer | DIE VERWANDTSCHAFT IM NACKEN - Ahnenkult und Klingenkunst der Batak auf Nord-Sumatra | bis 14.10. 2018

 

Öffnungszeiten | nach Voranmeldung | Der Ausstellungsbesuch ist kostenfrei.

 

Kontakt | 04165/ 2217475 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

 

 

 

Ausstellungsort: ificah Museum für Asiatische Kultur, Am Ahrensberge 2, 21279 Hollenstedt

 

ificah Museum; Bildquelle: Günther Heckmann

 

Hintergrund | IFICAH

IFICAH ist eine im Jahr 2014 aus privater Hand gegründete gemeinnützige Stiftung zur Erforschung indonesischen und japanischen Kulturgutes, welches als immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe oder als nationales Kulturgut ausgewiesen ist.

Im stiftungseigenen IFICAH Museum für Asiatische Kultur werden Grundinformationen und Objekte zu wechselnden Themen präsentiert. Sonderausstellungen sollen die hohe Kunst der indonesischen Kultur vertiefen und visualisieren. Der Besucher kann im angegliederten Medienraum seinen Eindruck durch Videos und die interaktive Animation von Objekten gezielt vertiefen.

Ein wichtiger Teil der Stiftungsarbeit ist, neben den Ausstellungen im hauseigenen Museum, die Forschung und der Wissenstransfer mit internationalen Experten und Institutionen.

Als eine Art offene Plattform für den fachlichen Transfer auf internationaler Ebene können sowohl der interessierte Laie wie auch der akademisch ausgebildete Experte ihre Interessen und Erfahrungen bei IFICAHvertiefen, austauschen und zur Diskussion stellen. 

 

 

 

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