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Film: Sokola Rimba [The Jungle School]
Donnerstag, 9. Mai 2019, 08:30pm

Kinder lernen in der Sokola Rimba; Bildquelle: Aulia Erlangga

 

 

Am 09. Mai geht es weiter mit der vom Haus der Indonesischen Kulturen initiierten Reihe »CinemaIndonesia« im Babylon Berlin. Gezeigt wird der preisgekrönte Film Sokola Rimba [The Jungle School] des indonesischen Kultregisseurs Riri Riza. Ein Film über ein indigenes Volk im Urwald von Sumatra und die wegweisende Pädagogik der indonesischen Ethnologin und Aktivistin Butet Manurung.

 

Der Eintritt ist frei. Tickets an der Abendkasse oder online unter Babylon-Kino-Berlin

 

Filmstill aus Sokola Rimba; Quelle: Miles Films

 

Sokola Rimba  [The Jungle School] | Doku-Drama (Indonesien 2013) - Regie: Riri Riza, mit Prisia Nasution und Nyungsang Bungo & weiteren Kindern der Orang Rimba in den Hauptrollen – 90 Min. Originalfassung. mit engl. Untertiteln

 

Synopsis

Die Pädagogin Saur Marlina Manurung (genannt Butet Manurung) wurde bekannt durch das von ihr entwickelte System der Dschungelschule (Sokola Rimba). Angehörige indigener Völker, die weit entfernt von staatlichen Schulen in abgelegenen Regionen leben, erhalten in der Dschungelschule die Gelegenheit, eine grundständige Schulbildung zu erlangen. Der Unterricht findet im Umfeld der Menschen statt, die Lehrerin verbringt Monate gemeinsam mit ihren Schülern im Urwald. Die 1972 in Jakarta geborene Anthropologin integriert sich in die Gemeinschaft ihrer Schüler und zieht deren Alltagswissen als Anschauungsmaterial für ihren Unterricht heran. Ihre erste Dschungelschule errichtete Butet Manurung bei dem im Nationalpark Bukit Duabelas in Sumatra lebenden Volk der Kubu. Inzwischen gibt es Dschungelschulen in mehreren abgelegenen Regionen Indonesiens.

 

Der Spielfilm von Regisseur Riri Riza zeigt, wie Butet mit den Menschen im Urwald (Orang Rimba) gearbeitet hat und wie sie sich von der Anthropologin zur Pädagogin und schließlich zur Aktivistin wandelte. Er zeigt die Vorbehalte gegenüber ihrer Schule, mit denen sie bei den Waldmenschen zu kämpfen hatte und die Probleme, welche sie mit der Organisation, für die sie arbeitete, hatte. Im Film freundet Butet sich mit dem Jungen Bungo an. Sein ungebrochener Wille zu lernen und seine Intelligenz inspirieren sie dazu, ihren Weg weiter zu beschreiten. Ihre Geduld wird schließlich belohnt, als Bungos Stamm vor einem Desaster steht und auf dessen Kenntnisse angewiesen ist.

 

Sokola Rimba lief auf zahlreichen nationalen und internationalen Filmfestivals in den USA, Europa, Japan und Australien. Er erzielte drei Publikumspreise und wurde unter anderem für sein Drehbuch ausgezeichnet. Sowohl die Darstellerin von Butet, Prisia Nasution, als auch Nengkabau, der Bungo spielte, erhielten Preise für ihre schauspielerische Leistung.

 

Riri Riza in Berlin, 2016; Bildquelle: Jörg Huhmann

Riri Riza | ist einer der bekanntesten indonesischen Regisseure und Drehbuchautoren. Seine vielfach preisgekrönten Filme (wie z.B. Eliana, Eliana, 3 Days to Forever, Atambua 39o Celcius oder The Rainbow Troops) liefen auf zahlreichen renommierten internationalen Filmfestivals in Berlin, Tokyo, Busan, Rotterdam und Vancouver. The Rainbow Troops erzielte in Indonesien die höchsten Besucherzahlen aller Zeiten.

 

 

Lesen Sie auch den Artikel »Sokola Rimba – Schule im Urwald« von Gudrun Ingratubun im Indonesien Magazin Online

 

 

 

Ort: Babylon, Rosa-Luxemburg-Str. 30 10178  Berlin

 

 

 

 

Indonesien Magazin Online

 

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