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SARASEHAN: Eröffnung der Ausstellung: »Lost and Found: Indonesisches Bildrollentheater«
Sonntag, 30. September 2018, 11:00am

 

 A scene from the original Wayang Beber Wonosari scroll; Bildquelle: Tea Škrinjaric, 2016

 

Das Haus der Indonesischen Kulturen lädt zur Ausstellungseröffnung ein: »Lost and Found: Indonesisches Bildrollentheater« am Sonntag den 30. September 2018, ab 11 Uhr, in Anwesenheit der beiden Kuratorinnen der Ausstellung, Tea Škrinjaric und Marina Pretkovic. Künstlerisch umrahmt wird die Eröffnung von zwei javanischen Panji-Maskentänzen.

 

Die Ausstellung »Lost and Found: Indonesisches Bildrollentheater« widmet sich einer der Kunstformen, die sich aus den Panji-Geschichten gebildet haben und die schon fast ausgestorben war, bevor sie in den letzten Jahren von jungen Künstlern wieder entdeckt und revitalisiert wurde: dem Wayang Beber. Wayang Beber ist die Kunst des Bildrollentheaters, bei dem mit Szenen aus Panjis Leben bemalte Bildrollen zum Einsatz kommen. Die Ausstellung widmet sich einer photographischen Dokumentation sowohl der traditionellen Formen des Wayang Beber, aber auch zeitgenössischen Adaptionen des Themas.

 

Die Ausstellung wird vom 1. bis zum 13. Oktober im Haus der Indonesischen Kulturen gezeigt.

 

Während eines Studienaufenthaltes der beiden kroatischen Kulturanthropologinnen Tea Škrinjari? und Marina Pretkovi? in Java wurde ihr Interesse geweckt durch die letzten verbliebenen Zeugnisse einer längst als ausgestorben geltenden Aufführungstradition namens Wayang Beber. Die beiden Wissenschaftlerinnen initiierten daraufhin 2014 ein Forschungsprojekt über diese seltene Wayang-Kunst, das eine Feldforschung in Zentral- und Ostjava einschloss. Hieraus entstand die Ausstellung »Lost and Found: Indonesisches Bildrollentheater«, die 2015 zahlreiche Besucher ins Ethnologische Museum in Zagreb zog.

 

Das Wayang Beber ist eine Form der dramatischen Erzählung,  bei der auf Papierrollen gemalte Szenen einer Geschichte gezeigt und von einem Sprecher mit Musikbegleitung vorgetragen werden. Die mythologischen Geschichten, die sich um den Prinzen Panji und seine Liebste Sekartaji ranken, stammen aus der Zeit des hindu-javanischen Königreiches Majapahit.

 

Heute engagieren sich in Java immer mehr junge Künstler für die Wiederbelebung dieses uralten Bildtheaters, indem sie es als ein Medium für ihre sozialkritischen Botschaften nutzen.

 

Tea Škrinjaric and Marina Pretkovic visiting the wayang beber painter Dani Iswardana in Surakarta; Bildquelle: Vedrana Pretkovic, 2016

 

Die Ausstellung »Lost and Found: Indonesisches Bildrollentheater widmet sich in einer photographischen Dokumentation sowohl den traditionellen Formen des Wayang Beber und deren Herkunft als auch der zeitgenossischen Wiederbelebung. Die damit verbundenen Aufführungspraktiken werden anhand von Videos veranschaulicht.

 

Die Ausstellungseröffnung wird künstlerisch umrahmt von zwei javanischen Maskentänzen aus dem Zyklus der Panji-Geschichten (Topeng Gunungsari und Tari Putra Alusan), dargeboten von Mike Wardi aus Amsterdam. 

 

Mike Wardi ist ein im klassischen zentraljavanischen Stil des Sultanspalastes von Surakarta ausgebildeter Tänzer. Seit 1994 ist er der Leiter des Tanzensembles Sinar Anyar in Amsterdam, das die traditionelle javanische Tanzkunst auf moderne Weise interpretiert. Zum Repertoire Mike Wardis gehören sowohl klassische Tänze, welche zum Beispiel Szenen aus dem Zyklus der Panji-Geschichten verarbeiten, aber auch zeitgenössische Kreationen. 

 

Texte: Haus der Indonesischen Kulturen und Lydia Kieven

 

Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Der Eintritt ist frei.

Informationen auch auf facebook: Rumah Budaya Indonesia Berlin

 

Ort: Haus der Indonesischen Kulturen Theodor-Francke-Str. 11, 12 099 Berlin

 

Dalang Teha Tri Hartanto performing with the original Wayang beber Pacitan scrolls in Sragen; Bildquelle: Marina Pretkovic, 2016

 

Indonesien Magazin Online

 

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