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Bedrohte Arten

Welt-Orang-Utan-Tag

 

Aktionsplakat; Quelle: BOS Deutschland

 

(InMaOn/BOS)  Am 19. August wird der »Welt-Orang-Utan-Tag« begangen. Wir erinnern uns an diesem Tag an die bedrohliche Lage der Menschenaffen auf den Inseln Sumatra und Borneo.

 

Anlässlich des »Welt-Orang-Utan-Tags« informiert die gemeinnützige Organisation Borneo Orang-Utan Survival (BOS) – die weltweit größte Schutzorganisation für Orang-Utan auf Borneo – an verschiedenen Tagen über die Lage der bedrohten Spezies. Zwischen dem 19. und 21. August können sich Interessierte auf Veranstaltungen in Städten wie Berlin, Köln, Dortmund informieren.

 

Die Situation für den Orang-Utan scheint ernster als je zuvor. Das diese rotbraun behaarten Menschenaffen zu den besonders gefährdeten Arten zählen war längst bekannt, doch neue Erkenntnisse scheinen alarmierend. Laut Weltnaturschutzbehörde (IUCN) wird der Borneo-Orang-Utan auf ihrer Roten Liste nun als akut »vom Aussterben bedroht« eingestuft. Diese Statusänderung basiert auf einer neuen Studie, nach der gerechnet ab 1950 bis zum Jahr 2025 circa 82 Prozent der Borneo-Orang-Utans verschwunden sein werden.

 

BOS zur Lage auf Borneo und in ihren Schutzgebieten: »Die größte Bedrohung für die Orang-Utans ist die Zerstörung des Regenwaldes auf Borneo durch den Menschen. Zwischen 1973 und 2010 wurden 56 Prozent ihres Lebensraumes zerstört, 39 Prozent (mit 98.730 km² eine Fläche größer als Portugal) sind vollständig verschwunden. Und die Zerstörung geht weiter, um den Hunger der Welt nach Palmöl zu stillen. Diese radikale Bedrohung des Lebensraumes der Orang-Utans - in Verbindung mit ihrer von Natur aus geringen Fortpflanzungsrate – bedeuten, dass die Uhr für die Orang-Utans laut tickt.

Wenn wir jetzt nichts für ihn tun, ist es bald zu spät. Mehr als 700 Orang-Utans, die ihre Heimat verloren haben, werden aktuell in Rettungsstationen auf Borneo betreut. Über 2.000 Orang-Utans haben wir seit 1999 gerettet. Alleine in den vergangenen Wochen haben wir fünf neue Babys aufgenommen. Jedes gerettete Orang-Utan-Baby bedeutet, dass ein erwachsener Orang-Utan sein Leben verloren hat – denn eine Orang-Utan-Mutter würde ihr Kind nie im Stich lassen.«

  

Doch es besteht noch Hoffnung: 8.000 km² Fläche schützt BOS, und das Ziel sind mindestens 10.000 km² in den kommenden Jahren. BOS hat unter anderem die Wiederaufforstung im Mawas-Gebiet (in Zentral-Kalimantan) begonnen. Hier wurden bereits 11.000 Bäume gepflanzt, die die Basis für einen neuen, starken und fruchtbaren Regenwald bieten werden und damit die Schaffung zusätzlichen Lebensraums für die Orang-Utans.

 

Weitere Infos zu den Veranstaltungen im Rahmen des »Welt-Orang-Utan-Tags«, zwischen dem 19. und 21. August, können Sie unter folgendem Link abrufen bos-termine-orang-utan-tag

 

 

 

Indonesien Magazin Online

 

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